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Unsere Perspektive der Vermögensstrukturierung
Bei Gresham halten wir uns an einige grundlegende und lehrreiche Prinzipien zur Vermögensstrukturierung:
- Man kann die Zukunft nicht mit Sicherheit voraussagen, aber man kann sich darauf einstellen.
- Die wichtigsten Investitionsentscheidungen liegen darin, welche Vermögensklassen man besitzen möchte und welcher Prozentsatz eines Portfolios in jede Klasse investiert werden soll.
- Zur Maximierung der Gewinne und Minimierung der Verluste in einem Portfolio muss ein Anleger seine Investitionen unter verschiedenen Vermögensklassen streuen, deren Rendite positiv und jeweils unabhängig ausfällt.
Unsere eigene Investitionserfahrung hat uns gezeigt, dass es für eine wirksame Risikostreuung notwendig ist, den Anlagehorizont über Aktien und Anleihen hinaus zu erweitern und auch andere breit angelegte Vermögensklassen, namentlich Rohstoffe, mit aufzunehmen.
Rohstoffe sind eine maßgebliche Vermögensklasse
Rohstoffe stellen eine breite Vermögensklasse dar, deren Rendite- und Risikocharakteristiken mit denen von Aktien und Anleihen vergleichbar sind. Sie sind nach der Definition von Mark Kritzman eine maßgebliche Vermögensklasse, denn sie sind:
- Einmalig. Rohstoffe verhelfen Anlegern zu einer wirksameren Streuung und lassen sich nicht durch eine Kombination anderer Vermögenswerte (zum Beispiel Aktien und Immobilien) ersetzen;
- Sinnvoll. Rohstoffe sind unabhängig von anderen Vermögenswerten wie Aktien und Anleihen und können die risikoberichtigte Rendite eines Portfolios verbessern;
- Homogen. Rohstoffe stehen zwar für verschiedene Vermögenswerte, aber allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie etwas Konkretes darstellen und ihre Preise durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden;
- Fähig.Die Liquidität von Warenterminmärkten erlaubt die Transaktion signifkanter Mengen zu Preisen, die nahe an die Gebote und Offerten der Märkte heranreichen.
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Rohstoffe tragen zu Portfolio-Streuung und Erhöhung risikoberichtigter Renditen bei
Wir sind der Ansicht, dass ein gut gestreutes Portfolio eine Mischung aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen enthalten sollte. In der Vergangenheit verlief die Anerkennung von Rohstoffen als „maßgebliche“ Vermögensklasse durch institutionelle und hochkarätige Anleger eher schleppend. Dies ist jedoch dabei, sich zu ändern. Denn:
- Die Akzeptanz der modernen Portfoliotheorie hat zu einem besseren Verständnis der Vermögensstrukturierung und der Rollen geführt, die verschiedene Vermögensklassen in einem Investmentportfolio spielen. Rohstoffe erhöhen die risikoberichtigten Renditen eines Portfolios und bieten Schutz vor Inflation;
- Warenterminmärkte wurden mit zunehmender Tätigkeit von Hedgern und Spekulanten breit, liquide und global;
- Seit Börsenfachleute nun auch in Finanzterminmärkte involviert sind, werden Rohstoffe neuerdings im Hinblick auf Vermögensstrukturierung betrachtet;
- Globales Wachstum, Konsum und der globale Einsatz von materiellen Wirtschaftsgütern gewinnen in einer zunehmend integrierten und technologisch entwickelten Welt ständig an Relevanz.
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Rohstoffe erzielen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit Renditen
- Schutz vor Inflation. Rohstoffe sind materielle Wirtschaftsgüter und nehmen als solche an Wert zu, wenn die Inflation steigt;
- Geopolitische Unsicherheit. Der Verlauf der Geschichte zeigt, dass Rohstoffe in wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten ihren Wert beibehalten oder gesteigert haben;
- Unsicherheit beim Preis maßgeblicher Rohstoffe wie Öl. Ein Preisanstieg bei Rohstoffen, vor allem ein plötzlicher Anstieg, führt oft dazu, dass davon betroffene Aktienkurse fallen;
- Schwäche von Leitwährungen. Rohstoffe schneiden gut ab, wenn Papierwährungen fallen;
- Naturkatastrophen. Hurrikane, Dürre, Überschwemmungen und sonstige Naturkatastrophen lassen die Nachfrage nach Rohstoffen steigen.
Ein Überblick über Rohstoffe und Wege, sich mit Rohstoffen zu befassen, werden im nächsten Abschnitt (Über Rohstoffe) beschrieben. |
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